{"id":11126,"date":"2019-08-18T20:03:31","date_gmt":"2019-08-18T18:03:31","guid":{"rendered":"http:\/\/passioncolorseverything.com\/blog\/?p=11126"},"modified":"2020-03-09T08:29:05","modified_gmt":"2020-03-09T06:29:05","slug":"et-kutt-vuur-dat-ich-mein-dat-jet-klirrt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/passioncolorseverything.com\/blog\/?p=11126","title":{"rendered":"Et k\u00fctt v\u00fc\u00fcr dat ich mein dat jet klirrt"},"content":{"rendered":"<p><strong>BAP &#8211; Kunst!Rasen, Bonn; August 16th 2019<\/strong><\/p>\n<p>Es war das letzte BAP Konzert der aktuellen Tour genauso wie mein erstes und einziges BAP Konzert in diesem Jahr. Es war sch\u00f6n, die Band noch einmal zu sehen, bevor sie in die Pause gehen, um ein neues Album aufzunehmen. Alles war vertraut, alles machte Spass. Ds Publikum ist \u00e4lter als damals und wie die Band inzwischen etwas ruhiger geworden. Dennoch ist ihre Spielfreude ansteckend wie eh und je und f\u00fcr die drei Stunden f\u00fchle ich mich wieder jung und wenn nicht, dann ist ein wenig Nostalgie auch gerne genommen.<\/p>\n<p>Die Karte hatte ich bereits im letzten Jahr erworben und an die Pinnwand geh\u00e4ngt, wie immer nicht sicher ob ich wirklich Zeit haben w\u00fcrde and jenem Freitag im August. Irgendwann war es dann klar und die Vorfreude setzte ein, dann kurz vorher die Planung und die \u00dcberlegung wie fr\u00fch man kommen musste um vorne zu stehen und ob ich das \u00fcberhaupt noch wollte. Letztendlich war ich kaum 15 Minuten vor Einlass dort, aber der war auch fast eine Stunde fr\u00fcher als angek\u00fcndigt. Wider Erwarten schaffte ich es in die erste Reihe, um mich dort angekommen mit den Umstehenden dar\u00fcber auszutauschen, dass Sitzpl\u00e4tze ja eigentlich auch ganz sch\u00f6n sind. Ja, ich bin offiziell alt&#8230;<\/p>\n<p>Knapp zwei &#8211; schier endlose &#8211; Stunden sp\u00e4ter ging es dann los. Sie starteten mit &#8216;Drei W\u00fcnsch frei&#8217;. Immer wieder sch\u00f6n, wenn sie mit einem Lieblingsst\u00fcck anfangen. Gemeinsames Armwinken im Takt von &#8220;wisch wasch&#8221; bei &#8216;Waschsalon&#8217; ist auch OK, wenn man es nicht dauend machen muss und nat\u00fcrlich sang ich dann auch bei &#8216;Psycho Rodeo&#8217; aus vollem Halse mit. An dieser Stelle fragte ich mich, ob dies Setlist sich gar nicht ver\u00e4ndert hatte seit dem letzten Jahr, musste dann aber zugeben, dass ich mich so genau gar nicht erinnern konnte. Mit kam das zwar alles sehr vertraut vor, aber ich hatte die Band ja auch schon verdammt oft gesehen.<\/p>\n<p>Nach kurzer Begr\u00fcssung erkl\u00e4rte Wolfgang es g\u00e4be Songs, die seien immer aktuell, \u00e4nderten nur ab und zu die Besetzung. Einer davon sei &#8216;Widderlich&#8217;. Nichts k\u00f6nnte im derzeitigen politischen Klima passender sein und die dazu eingeblendeten Bilder von Johnson, Trump, Erdogan und \u00e4hnlich ausgerichteten Politiker*innen unterstrichen das noch mal. Der Song selbst klang immer noch genauso w\u00fctend wie auf dem Pik Sibbe Album und genauso wie damals sang ich meine Wut gemeinsam mit der Band heraus.<\/p>\n<p>Dann war es Zeit, &#8216;Diss Naach ess alles drin&#8217; wieder so zu spielen, wie es gespielt werden soll mit Trompete dabei. Immer wieder sch\u00f6n anzuh\u00f6ren. Dieses Mal war es Werner, der mit dem Eskort vorfuhr. Nach l\u00e4ngerem Ausfall stand er wieder mit auf der B\u00fchne und spielte Bass. \ud83d\ude42 &#8216;Nix wie bessher&#8217; folgte und animierte alle zum Mitsingen. Bei &#8216;Jebootsdaachspogo&#8217; konnte ich das dann wieder nicht, aber auch das war nicht schlimm. Die Setlist war vertraut aber nat\u00fcrlich doch anders als bei meinem letzten Konzert im Vorjahr. Ich hatte Spa\u00df, muss aber zugeben, dass ich nicht 100% dabei war, ich nicht mitgerissen f\u00fchlte wie sonst manches Mal. Ist eben immer tagesformabh\u00e4ngig. Sch\u00f6n war es allemal. \ud83d\ude42<\/p>\n<p>&#8220;Frauenname mit vier Buchstaben&#8221; verk\u00fcndete Wolfgang und w\u00e4hrend ich noch \u00fcberlegte, welcher von den beiden, erklangen die ersten T\u00f6ne von &#8216;Rita, mir zwei&#8217;. &#8216;Anna&#8217; folgte allerdings auf dem Fu\u00df. \ud83d\ude00 Links von mir stand jemand, dessen T-Shirt nach einem &#8220;M\u00e4nnernamen mit vier Buchstaben&#8221; fragte und &#8216;Jupp&#8217; zur Antwort gab. Genau das baute Wolfgang in seine Anna Ansage auch lachend mit ein. Auf das T-Shirt kam er sp\u00e4ter noch mehrfach zur\u00fcck, aber der Song stand an diesem Abend nicht auf dem Programm. \u00dcberhaupt wurde den bekannten Gesichtern der Unheilbaren im Publikum immer mal wieder zugewinkt und einige von Ihnen auch erw\u00e4hnt. Nach all den Jahren kann ich mir nicht vorstellen, dass sich Wolfgang noch an mein Gesicht erinnert, zumal ich ja dieser Tage maximal zwei Konzert pro Tour schaffe. Nichts desto trotz ging auch an diesem Abend irgendwann ein Blick und ein Fingerzeig in meine Richtung. Das war aber sicher eher Wunschdenken. \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Zwischendurch wurde angemerkt, wer an dem Abend alles als Gast da war, unter anderem der Kalau und der Schmal. Die wurden dann auch immer mal wieder angesprochen, wenn es darum ging, sich an vergangene Auftritte zu erinnern oder zu best\u00e4tigen, dass sich etwas &#8220;genau so zugetragen&#8221; habe. \ud83d\ude00 Da wir im Programm inzwischen bei den Liebesliedern angekommen waren, durfte das Liebeslied von BAP schlechthin nat\u00fcrlich nicht fehlen und es fanden sich sogar Menschen, die dabei Wunderkerzen abbrannten. &#8216;Do kanns zaubere&#8217; hat bis heute nichts von seinem Zauber verloren.<\/p>\n<p>Die Geschichte von der &#8216;Ruut-wiess-blau-querjestrifte Frau&#8217; sein ja auch so eine Art Liebeslied und deshalb an der richtigen Stelle im Set sprach Wolfgang. Zu meiner Verwunderung forderte er uns aber nicht zum Schnipsen auf. \ud83d\ude09 Nach &#8216;Et ess wie et ess&#8217; wurde es dann wieder temporeicher mit &#8216;Aff un zo&#8217;, diesmal aber auch ohne den &#8220;Klatsch-matsch&#8221;. Mitgesungen wurde allerdings kr\u00e4ftig und unsere Textsicherheit durften wir dann auch gleich darauf beim &#8216;Wellenreiter&#8217; unter beweis stellen. Dabei versagte ich allerdings kl\u00e4glich. Alle anderen konnten es aber. \ud83d\ude42<\/p>\n<p>&#8216;Frau ich freu mich&#8217; hat mir lange nicht mehr so gut gefallen wie an diesem Abend und auch &#8216;Dausende vun Liebesleeder&#8217; passte mir gut in den Kram. Mit &#8216;Absurdistan&#8217; wurde es dann wieder ernst und auch teilweise hochdeutsch, weil es sich richtiger anf\u00fchlte. Alles stimmt an dem Song, besonders die Tatsache, dass Fakten auch weiterehin einfach ignoriert werden. Zu &#8216;Vision von Europa&#8217; erkl\u00e4rte Wolfgang dass es eigentlich Aufgabe der Europ\u00e4ischen Regierung sei, daf\u00fcr zu Sorgen, dass vor unseren Grenzen keine Menschen ertrinken und er viel Respekt vor Carola Rackete habe. BAP sind immer noch irgendwo das Gewissen der Nation und das ist auch gut so. Ich habe sie immer daf\u00fcr gemocht, dass si sich auch politisch \u00e4u\u00dfern und eben nicht die Klappe halten. Ich hoffe dann immer, dass die Zustimmung im Publikum auch wirklich ernst gemeint ist. Jedenfalls habe ich noch nie geh\u00f6rt, dass jemand die Band aufgefordert hat, nur Musik zu machen und sich solche \u00c4u\u00dferungen zu sparen. Zum Gl\u00fcck! Das Set endete mit &#8216;Kristallnaach&#8217;, dem Song den sie gehofft hatten, mal irgendwann nicht mehr spielen zu m\u00fcssen, aber der immer noch viel zu aktuell ist und schlie\u00dflich &#8216;Arsch huh, Z\u00e4ng ussenander&#8217;. Am Schluss versammelte sich die ganze Band um&#8217;s Mikro uns sang gemeinsam. Zum ersten Mal, wie Wolfgang betonte.<\/p>\n<p>Schnell war die Band wieder auf der B\u00fchne und powerten durch &#8216;Nemm mich met&#8217;, &#8216;Alexandra, nit nur do&#8217; und &#8216;Stell dir v\u00fc\u00fcr&#8217;. Irgendwann wurden auch alle, inklusive Crew vorgestellt und es schien schon so. als wollten sie sich endg\u00fcltig verabschieden. Das konnte es aber nich nicht gewesen sein und so gab es noch eine weitere Zugabe. Wenn ich mich recht erinnere, wurde &#8216;Paar Daach fr\u00f6her&#8217; als das wichtigste Liebeslied des Abends vorgestellt. F\u00fcr mich war es ein Flashback and l\u00e4ngst vergangene Zeiten, ist aber immer noch sch\u00f6n. &#8216;Verdamp lang her&#8217; durfte nat\u00fcrlich nicht fehlen udn zum wiederholten Male andiesem Abend musste ich schwer schlucken. Zu guter letzt noch &#8216;Jraduss&#8217;. &#8211; &#8220;Im K\u00f6lschen jit et kein G, sonst w\u00fcrde Jupp ja Gupp heissen&#8221;. Genau! \ud83d\ude00 Nochmal gemeinsam singen zum Abschluss ist immer sch\u00f6n und so war es auch dieses Mal. Ich habe nicht viele Konzerte gesehen auf dieser Tour, aber bin froh, es zu diesem letzten geschafft zu haben. Die Band geht in die verdiente Pause und ich habe seitdem nur BAP Songs im Kopf. Bis zum n\u00e4chsten Jahr!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/passioncolorseverything.com\/pics\/?p=22031\">pictures of this concert<\/a><\/p>\n<p><u>Setlist<\/u><\/p>\n<p>Drei W\u00fcnsch frei<br \/>\nWaschsalon<br \/>\nPsycho Rodeo<br \/>\nWidderlich<br \/>\nDiss Naach ess alles drin<br \/>\nNix wie bessher<br \/>\nJebootsdaachspogo<br \/>\nRita, mir zwei<br \/>\nAnna<br \/>\nDo kanns zaubere<br \/>\nRuut-wie\u00df-blau-querjestriefte Frau<br \/>\nEt ess wie et ess<br \/>\nAff un zo<br \/>\nWellenreiter<br \/>\nFrau, ich freu mich<br \/>\nDausende vun Liebesleeder<br \/>\nAbsurdistan<br \/>\nVision von Europa<br \/>\nKristallnaach<br \/>\nArsch huh, Z\u00e4ng ussenander<\/p>\n<p>Nemm mich met<br \/>\nAlexandra, nit nur do<br \/>\nStell dir v\u00fc\u00fcr<\/p>\n<p>Paar Daach fr\u00f6her<br \/>\nVerdamp lang her<br \/>\nJraaduss<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BAP &#8211; Kunst!Rasen, Bonn; August 16th 2019 Es war das letzte BAP Konzert der aktuellen Tour genauso wie mein erstes und einziges BAP Konzert in diesem Jahr. 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