{"id":1321,"date":"1989-02-17T17:14:22","date_gmt":"1989-02-17T15:14:22","guid":{"rendered":"http:\/\/passioncolorseverything.com\/blog\/?p=1321"},"modified":"2013-05-15T16:35:09","modified_gmt":"2013-05-15T14:35:09","slug":"marmor-stein-und-eisen-bricht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/passioncolorseverything.com\/blog\/?p=1321","title":{"rendered":"Marmor, Stein und Eisen bricht&#8230;"},"content":{"rendered":"<p><strong>BAP &#8211; Congre\u00dfzentrum, Wolfsburg; February 15th, 1989<\/strong><\/p>\n<p>Nachdem das urspr\u00fcnglich f\u00fcr Oktober der Vorjahres geplante Konzert wegen Krankheit von Wolfgang Niedecken verschoben werden musste, war es nun also endlich soweit: Mein allererstes Konzert. Ich war extrem aufgeregt und konnte nicht mal erahnen, was mich erwartete. Zun\u00e4chst stellte ich gleich bei meiner Ankunft fest, da\u00df schon ziemlich viele Leute vor der T\u00fcr standen, dabei war doch noch gar nicht Einla\u00df.\u00a0<em>Wat woss ich domohls schon ?!<\/em><\/p>\n<p>Also anstellen und warten, dann irgendwann endlich rein. Vor lauter Aufregung erstmal auf die Toilette. Und wo ist hier eigentlich die Halle? Ah ja, da. Meine G\u00fcte, so viele Leute, alles voll in den ersten Reihen. Was mache ich blo\u00df mit meiner Jacke? Hm, die anderen sitzen alle auf dem Boden. Dann mache ich das auch mal. Weiter warten.<\/p>\n<p>Irgendwann ging es dann los. Alles sprang auf und dr\u00e4ngte nach vorne, das Saallicht ging aus, die Fans z\u00e4hlten herunter und die Band lie\u00df noch ein bi\u00dfchen auf sich warten. Koot nach Aach war&#8217;s, als sie endlich die B\u00fchne betraten. Die ersten T\u00f6ne von der B\u00fchne und ohrenbet\u00e4ubendes Geschrei im Saal. Augen nach vorne, Arme nach oben und gespanntes Lauschen. Die Jacke lag l\u00e4ngst vergessen irgendwo auf dem Boden.<\/p>\n<p>Alles fing mit &#8216;Stadt im Niemandsland&#8221; dem Opener des aktuellen Albums &#8216;Da Capo&#8217; &#8211; alle sangen und klatschte begeistert mit, ich brauchte nicht wirklich lange, um mich dem anzupassen. Mit &#8216;Alexandra, nit nur do&#8217; folgte \u00c4lteres und sp\u00e4testens beim n\u00e4chsten Song &#8217;10. Juni&#8217; kannte mein Gl\u00fccksgef\u00fchl kaum Grenzen, hatte ich doch nicht unbedingt erwartet, einen meiner Favoriten zu h\u00f6ren. Eigentlich hatte ich \u00fcberhaupt nichts erwartet. wie ein Konzert &#8220;funktioniert&#8221; wusste ich zu dem Zeitpunkt ja noch nicht, hatte mich einfach blau\u00e4ugig in dieses Abenteuer gest\u00fcrzt, ohne etwas von den Auswirkungen zu ahnen.<\/p>\n<p>&#8216;Sandino&#8217; f\u00fchrte wieder zum aktuellen Album, danach gab es &#8211; zu meiner gro\u00dfen \u00dcberraschung die Coverversion des Peter Gabriel Songs &#8216;Biko&#8217;. Die K\u00f6lsche Version gefiel mir sofort. Von Afrika nach China ging es mit &#8216;Shanghai&#8217;, danach zum vorherigen Album mit &#8216;Ahl M\u00e4nner, aalglatt&#8217; und mit &#8216;R\u00e4\u00e4ts un links vum Bahndamm&#8217; und &#8216;Fortsetzung folgt&#8217; wieder zum aktuellen. Alles \u00a0gefiel mir, ich kam aus dem Staunen nicht mehr heraus und ich machte einfach das, was alle anderen auch machten: Mitsingen, klatschen und herumh\u00fcpfen. Ich h\u00e4tte auch gar keine M\u00f6glichkeit gehabt das nicht zu tun, denn wir standen relativ gedr\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Die Mischung aus \u00e4lteren und aktuellen St\u00fccken ging \u00a0so weiter, ich hatte l\u00e4ngst die Zeit vergessen und ging voll auf in dieser Stimmung und der Menge um mich herum, die jedes Lied zelebrierte. Ich sang mit wo ich konnte und auch die nach oben gereckten Arme blieben fast das ganze Konzert \u00fcber dort, die klatschenden H\u00e4nde bewegten sich automatisch.<\/p>\n<p>Ich hatte mir vorab keine Vorstellung davon gemacht, welche Lieder sie wohl spielen mochten. auch wu\u00dfte ich nicht, ob die Setlist ungew\u00f6hlich war oder das, was sie jeden Abend spielen, aber mir gefiel&#8217;s. sie spielten alles vom aktuellen Album &#8216;Da Capo&#8217; und dar\u00fcber hinaus noch viele meiner Lieblingsst\u00fccke von den \u00e4teren Alben, Klassiker wie &#8216;Verdamp lang her&#8217; und &#8216;Kristallnaach&#8217; genauso wie &#8216;Lisa&#8217; oder &#8216;Drei W\u00fcnsch frei&#8217;. Mit &#8216;Vadder&#8217; von Wolfgang Niedecken&#8217;s &#8216;Schlagzeiten&#8217; Album, gab es sogar ein f\u00fcr mich unbekanntes St\u00fcck und mit &#8216;Eez steht da Manhattan&#8217; (First we take Manhattan) eine weitere Coverversion.<\/p>\n<p>Irgendwann war dann alles vorbei, der Zugabenblock war abgeschlossen, das Saallicht an und ein Teil des Publikums hatte den Saal bereits verlassen. Allerdings waren die, die noch vorne standen, so lautstark am Klatschen und &#8216;Stell dir v\u00fc\u00fcr&#8217; singen, dass die Band tats\u00e4chlich noch einmal rauskam und nach der kurzen Frage &#8220;Wollt ihr, dass wir morgen das Konzert in M\u00fcnster nicht spielen k\u00f6nnen?&#8221; noch als letzte Zugabe &#8216;Marmor, Stein und Eisen bricht&#8217; spielte, bevor sie nach beinahe 4 Stunden die B\u00fchne endg\u00fcltig verlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Danach war ich f\u00fcr alle Zeiten angefixt mit der Droge &#8220;Konzert&#8221; und dieses erste wurde zum Ma\u00df all derer, die noch folgen sollten.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Setlist<\/span><\/p>\n<p>Stadt im Niemandsland<br \/>\nAlexandra, nit nur do<br \/>\n10. Juni<br \/>\nSandino<br \/>\nBiko<br \/>\nShanghai<br \/>\nAhl M\u00e4nner, aalglatt<br \/>\nR\u00e4\u00e4ts un links vum Bahndamm<br \/>\nFortsetzung folgt<br \/>\nAnna<br \/>\nDaat d\u00e4\u00e4t joot<br \/>\nFrau ich freu mich<br \/>\nBunte Tr\u00fcmmer<br \/>\nEndlich allein<br \/>\nJraaduss \u00a0(Intro &#8220;Wantd Dead or alive&#8221; von Bon Jovi)<br \/>\nRuut wie\u00df blau querjestriefte Frau<br \/>\nHelfe kann dir keiner<br \/>\nLisa<br \/>\nEez steht he Manhattan<br \/>\nDrei W\u00fcnsch frei<br \/>\nAlmanya<br \/>\nKristallnaach<br \/>\nSaison der Container<br \/>\nOp d\u00e4 Deckel vum Clown<br \/>\nVerdamp lang her<br \/>\nVadder<br \/>\nWahnsinn\u00a0(Intro &#8220;Einer geht noch, einer geht noch rein&#8230;&#8221;)<br \/>\nPeter Gunn<br \/>\nCadillac<br \/>\nH\u00e4ng de Fahn eruss<br \/>\nWaschsalon<br \/>\nDo kanns zaubere<br \/>\nNemm mich met<br \/>\nFl\u00fcchtig<br \/>\nJupp<br \/>\nBorn to be wild\u00a0(Into &#8220;Ballade pour Adeline&#8221;)<br \/>\nWellenreiter<br \/>\nMarmor, Stein und Eisen brich<\/p>\n<div style=\"text-align: left;\">Anmerkung: Geschrieben habe ich das hier aus der Erinnerung, \u00fcber 20 Jahre sp\u00e4ter.<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BAP &#8211; Congre\u00dfzentrum, Wolfsburg; February 15th, 1989 Nachdem das urspr\u00fcnglich f\u00fcr Oktober der Vorjahres geplante Konzert wegen Krankheit von Wolfgang Niedecken verschoben werden musste, war es nun also endlich soweit: Mein allererstes Konzert. 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