{"id":14496,"date":"2024-03-16T17:49:24","date_gmt":"2024-03-16T15:49:24","guid":{"rendered":"https:\/\/passioncolorseverything.com\/blog\/?p=14496"},"modified":"2024-11-22T17:13:50","modified_gmt":"2024-11-22T15:13:50","slug":"und-so-wie-ich-bin-bin-ich-richtig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/passioncolorseverything.com\/blog\/?p=14496","title":{"rendered":"&#8230; und so wie ich bin, bin ich richtig"},"content":{"rendered":"<p><strong>Antje Schomaker &#8211; Ebertbad, Oberhausen; 14. M\u00e4rz, 2024<\/strong><\/p>\n<p>Zum ersten Mal ist mir Antje Schomaker 2018 begegnet und zwar als Support Act vom Amy Macdonald in K\u00f6ln. Leider hatte ich sie danach v\u00f6llig aus den Augen verloren und bin erst im letzten Jahr zuf\u00e4llig wieder \u00fcber ihre Musik gestolpert. Da traf es sich gut, dass sie Anfang 2024 auf Tour war und mit Oberhausen auch noch relativ in der N\u00e4he meiner Heimat vorbei schaute. Es war ein wirklich sch\u00f6ner Abend im Ebertbad in Oberhause, mit netten Leuten und guter Musik. Zugegeben, ich h\u00e4tte mir besseren Sound gew\u00fcnscht, aber letztendlich hat das wenig gest\u00f6rt.<\/p>\n<p>Die Zugfahrt nach Oberhausen ist mit 40 Minuten nicht lang, der weg zum Ebertbad war ebenfalls kurz und so fand ich mich viel zu fr\u00fch alleine vor verschlossenen T\u00fcren. Also erstmal notch ein Spaziergang in der Sonne. Bei meiner R\u00fcckkehr waren dann schon zwei nette Menschen eingetroffen, mit denen ich mich unterhalten konnte. Irgendwann wurde es auch voller, der Einlass verlief ruhig und wir fanden uns in der Mitte der ersten Reihe wieder. Mehr warten!<\/p>\n<p>Bald ging es auch schon los und Support war die tolle Marisabelle, die ihren ersten Song auf einer 8-saitigen (!) Ukulele spielte. Wow. Ihre Musik gefiel mir wirklich gut und zwischendurch erz\u00e4hlte sie kleine Geschichten dazu, wie sie entstanden waren. Ein toller Einstieg.<\/p>\n<p><u>Setlist<\/u><\/p>\n<p>150 BMP<br \/>\nDeine Mama<br \/>\nGirl in Red<br \/>\nH\u00f6lle<br \/>\nHimmel<br \/>\nNiemals<\/p>\n<p>Nach einer Pause kam dann auch schon Anke zu den Kl\u00e4ngen von &#8216;Snacks&#8217; auf die B\u00fchne gest\u00fcrmt. Ich konnte nicht mitsingen, aber ich liebte die Musik und ihre Energie. Auch ihr schwarz\/rotes Outfit fand ich super. Zuerst dachte ich, es l\u00e4ge an meinem Geh\u00f6rschutz, aber leider war der Sound schlecht abgemischt, d.h. ihr Gesang war nicht gut zu verstehen. Das \u00e4nderte sich auch den Abend \u00fcber nicht, ausser bei den ruhigeren Songs.<\/p>\n<p>Nichts desto trotz war die Stimmung gut und gleich beim zweiten Song, &#8216;Lost Indieboy&#8217; wurde kr\u00e4ftig mitgeklatscht. Antje sinnierte dar\u00fcber, dass sie noch nie ein eigenes Konzert in Oberhausen gespielt hatte und erz\u00e4hlte, dass sie vorher ganz aufgeregt war, denn die letzte Tour war schon sechs Jahre her. Erstmal verwies sie darauf,&#8221;die sch\u00f6nste Band der Welt&#8221; dabei zu haben und machte dann weiter \u00a0mit &#8216;Denkt nicht an dich&#8217;. \u00dcberall wurde mitgesungen und ich freute mich, dort zu sein.<\/p>\n<p>&#8220;Oberhausen, ih will alle H\u00e4nde sehen!&#8221; war die Ansage und alle leisteten Folge, klatschten mit f\u00fcr &#8216;Zeichen&#8217;. Bisher hatte ich noch kein Lied wiedererkannt, aber alles gefiel mir, dieses bisher am besten. Anke stellte ihre Band mit vor und lobte alle in den h\u00f6chsten T\u00f6nen. Sie erkl\u00e4rte, dass der n\u00e4chste Song, &#8216;So wie du&#8217; ganz gut beschreibt, wie man sich auf Tour f\u00fchlt. Macht irgendwie Sinn.<\/p>\n<p>Im n\u00e4chsten Song ginge es um ihre Mutter und sprach an, dass das Thema ja f\u00fcr manche schwer ist und so lud sie uns ein, bei dem Song an jemand anderen zu denke als an unsere Mutter. Sie habe das Lieb f\u00fcr ihre, ganz besondre, Mama geschrieben, die vor 2 Jahre einen Aortariss \u00fcberlebt hat und heute hier sei. Sie bat uns, mitzusingen und nicht zu filmen, damit der Song nur in diesem Raum bliebe. Machten wir alle gerne und so war &#8216;Wenn ich mal Kinder hab&#8217; auch ganz besonders sch\u00f6n.<\/p>\n<p>Sie fragte, wer noch nie auf einem Konzert von ihr war, beschloss, wir m\u00fcssten uns alle n\u00e4her kennenlernen und begab sich mit ihrer Gitarre ins Publikum, um dort, mitten unter uns, &#8216;Von Helden uns Halunken&#8217; zu spielen. Es war super und alle haben mitgesungen. \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Zur\u00fcck auf der B\u00fchne, bedankte sie sich f\u00fcr unsere tolle Mitarbeit und es ging weiter mit &#8216;Ganoven&#8217;, auch nur von ihrer Gitarrenbegleitet. &lt;3 Da war dann auch der Gesang prima zu verstehen. Antje erz\u00e4hlte uns, sie sei &#8220;hier in der Ecke&#8221; gro\u00df geworden und dann nach Hamburg gezogen und sogar studiert, bis zum Bachelor in Musikwissenschaften. Vor allem aber machte sie viel Musik und erz\u00e4hlte, wie lange sie einige Menschen und Lieder schon begleiten. Eins davon sei &#8216;Mein Herz braucht eine Pause&#8217;, mit &#8220;ganz besonderer Instrumentierung&#8221;, d.h. Saxophon. Es war wirklich sehr sch\u00f6n. Mir gefielen alle ruhigen St\u00fccke, weil dabei der Gesang viel besser zur Geltung kam, als bei den fetzigeren.<\/p>\n<p>Das n\u00e4chste Lied habe sich eine Person gew\u00fcnscht, die heute hier sei und so bekamen wir &#8216;Heute und in 100 Jahren&#8217; zu h\u00f6ren. Wir sollten auch mitsingen, denn das sei gut f\u00fcr die Gesundheit. Klar doch, &#8220;lalala&#8221; kann ich. \ud83d\ude00 Bis dahin wu\u00dfte ich nicht, dass Antje ein Kinderlied geschrieben hatte, aber es war so und das gefiel so vielen Leuten, dass wir es auch alle zusammen singen konnten. Das ganze war call and response und machte viel Spa\u00df. &#8216;Ich bin wichtig&#8217; ist auch eine wirklich gute Botschaft.<\/p>\n<p>Sie fragte, ob wir grade verliebt seien und das waren anscheinend einige. Die Band und Crew sein insgesamt verliebt in Hannah, die Tourmanagerin, ohne die auf der Tour nichts geht. So gb es dann auch f\u00fcr Hannah einen gro\u00dfen Applaus. F\u00fcr sie wurde dann &#8216;Nie nach Paris&#8217; gespielt und machte Lust auf mitklatschen und tanzen. Ob wir noch k\u00f6nnen, wollte sie wisse. &#8220;Jaaaaaa!&#8221; war die Antwort und mit dem ganz frisch geschriebenen &#8216;Alles neu&#8217; ging es weiter. Es machte Spa\u00df, vor allem, weil sehr viele schon mitsingen konnten.<\/p>\n<p>Danach wurde es etwas ernster und Antje sprach \u00fcber eine toxische Beziehung, in der sie sich einmal befand und dass es gut sein, dass wir ein Wort haben, um das zu benennen. Sie erz\u00e4hlte, sie habe den Menschen sogar anzeigen m\u00fcssen und sammelte deshalb spenden f\u00fcr die Opferhilfe. Wichtig sei es, die Wut nicht abgesprochen zu bekommen und deshalb sollten wir bei &#8216;Zeit heilt einen Schei\u00df&#8217; alle mitsingen. Das klappte auch super und tat sicher manchen von uns gut. Super Song.<\/p>\n<p>Bei &#8216;Sterne und so&#8217; ging es dann um das Ende einer Beziehung und Zeichen, die \u00fcbersehen wurden. Auch sehr gut. Danach erw\u00e4hnte sie, dass es krass sei, vor Menschen zu spielen, die man kennt und gern hat. Dann sprach sie davon, wie man manchmal einfach \u00fcberfordert sein kann von zu vielen Dingen, die man versucht, alleine zu schaffen und wie schwierig es manchmal ist, Dinge abzugeben. Als \u00a0sie in dieser Situation war , hatten Familien und Freunde geholfen und bat alle, beim n\u00e4chsten Song, &#8216;Huckepack&#8217; ihre Taschenlampen anzumachen, als Zeichen, dass sie das auch schon erlebt haben oder auch um zu zeigen, das sie Unterst\u00fctzen w\u00fcrden. Alles leuchtete. &lt;3<\/p>\n<p>F\u00fcr &#8216;Auf Augenh\u00f6he&#8217; holte Antje Marisabelle wieder auf die B\u00fchne und sie sangen zusammen, so wie Antje es im Video zu dem Song mit 124 anderen Frauen getan hatte. Als Einf\u00fchrung erz\u00e4hlte sie noch, dass es bei dem Song um Gleichberechtigung ginge und er entstanden war, nachdem sie vorgeschlagen hatte, doch Radioprogramme oder Festivals unter allen Geschlechter aufzuteilen und darauf das Argument kam, es g\u00e4be ja nicht genug K\u00fcnstlerinnen. Ja nee, is klar. Es war gro\u00dfartig.<\/p>\n<p>Sie wies noch darauf hin , dass wir sie nach dem Konzert am Merch finden k\u00f6nnten uns lud uns ein auf einen Roadtrip mit &#8216;Irgendwo hin&#8217;. \ud83d\ude42 Sie bedankte sich bei uns und das Set endete mit &#8216;Aller guten Dinge&#8217;. Der perfekte Abschluss und einer der wenigen Songs, die ich kannte. Wunderbar!<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich gaben wir uns damit noch nicht zufrieden und Antje kam auch wieder zur\u00fcck und erkl\u00e4rte, der Abend mit uns sei definitiv keine &#8216;Verschwendete Zeit&#8217;. \ud83d\ude42 Bei &#8216;Ich muss gar nichts&#8217; bekamen wir dann noch einmal Gelegenheit zum Mitsingen und schlie\u00dflich war es, nach einem letzten Dankesch\u00f6n und der Bitte, ein bi\u00dfchen Liebe in die welt zu tragen, dann mit dem einfach nur sch\u00f6nen &#8216;Nichts wirklich ganz&#8217; tats\u00e4chlich zu Ende. Es war ein sch\u00f6ner Abend!<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/passioncolorseverything.com\/pics\/?p=36218\">pictures of this concert<\/a><\/p>\n<p><u>Setlist<\/u><\/p>\n<p>Snacks<br \/>\nLost Indieboy<br \/>\nDenk nicht an dich<br \/>\nZeichen<br \/>\nSo wie du<br \/>\nWenn ich mal Kinder hab<br \/>\nVon Helden und Halunken (Unplugged mit Akustikgitarre im Publikum)<br \/>\nGanoven<br \/>\nMein Herz braucht eine Pause<br \/>\nHeute und in 100 Jahren<br \/>\nIch bin wichtig<br \/>\nNie nach Paris<br \/>\nAlles neu<br \/>\nZeit heilt einen Schei\u00df<br \/>\nSterne &amp; so<br \/>\nHuckepack<br \/>\nAuf Augenh\u00f6he (with Marisabelle)<br \/>\nIrgendwo hin<br \/>\nAller guten Dinge<\/p>\n<p><em>Zugabe<\/em><br \/>\nVerschwendete Zeit<br \/>\nIch muss gar nichts<br \/>\nNichts wirklich ganz<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Antje Schomaker &#8211; Ebertbad, Oberhausen; 14. 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