{"id":4296,"date":"2014-03-19T18:08:30","date_gmt":"2014-03-19T16:08:30","guid":{"rendered":"http:\/\/passioncolorseverything.com\/blog\/?p=4296"},"modified":"2014-05-20T08:00:58","modified_gmt":"2014-05-20T06:00:58","slug":"all-die-aureblecke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/passioncolorseverything.com\/blog\/?p=4296","title":{"rendered":"All die Aureblecke"},"content":{"rendered":"<p><strong>BAP &#8211; Lichtburg, Essen; 18. M\u00e4rz, 2014<\/strong><\/p>\n<p>Etwas \u00fcber\u00a025 Jahre nach meinem ersten und knapp zwei Jahre nach meinem bisher\u00a0letzten BAP Konzert war es also mal wieder so weit, mit Sitzplatz diesmal,\u00a0in der Essener Lichtburg. Ich war gespannt auf diese &#8216;zieht den Stecker Tour&#8217;, hatte ich mich doch seit &#8216;Halv su wild&#8217; nicht mehr wirklich mit BAP besch\u00e4ftigt und auch wenig Konzerte besucht in den letzten Jahren.\u00a0Die\u00a0&#8216;Tonfilm&#8217; Tour hatte ich noch in guter Erinnerung, auch wenn ich damals zu denen geh\u00f6rte, die lieber gestanden h\u00e4tten. An diesem Abend fand ich den Sitzplatz gut, vor allem weil er mir das stundenlange Anstellen ersparte. Irgendwie bin ich dann doch mit der Band \u00e4lter geworden. \ud83d\ude09\u00a0Vill ess passiert in\u00a0all den Jahren und im Verlauf des dreist\u00fcndigen Konzertes habe ich gelernt, dass sich mein Verh\u00e4ltnis zu dieser Band, zu dieser Musik ver\u00e4ndert hat seit damals. Das soll jetzt nicht hei\u00dfen, dass mir das Konzert nicht gefallen h\u00e4tte, im Gegenteil &#8211; ich fand es wirklich sch\u00f6n. Es ist auch nicht so, dass mich die Lieder nicht mehr ber\u00fchrt h\u00e4tten, nein, diese Musik hinterl\u00e4sst nach wie vor ihre Spuren bei mir. Es ist aber definitiv nicht mehr so, dass ich nicht genug kriegen kann, dass ich den Drang versp\u00fcre, auf jedes Konzert unbedingt und sobald wie m\u00f6glich ein weiteres folgen lassen zu m\u00fcssen. Sicher h\u00e4tte ich dabei viel Spa\u00df, aber es ist nicht mehr n\u00f6tig und das ist OK. Alles in allem war es ein sehr entspannter Abend zum Genie\u00dfen, also genau das, was ich mir erhofft hatte. \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Nach meiner Ankunft suchte ich den Saal nach bekannten Gesichtern ab und sah zun\u00e4chst kein einziges, aber sp\u00e4ter fielen mir dann doch ein paar der\u00a0Unheilbaren auf. Wolfgangs Anmerkung ganz zu Anfang, er s\u00e4he nur bekannte Gesichter, konnte ich allerdings nicht unterschreiben. Beim Blick auf die B\u00fchne fiel zun\u00e4chst die Vielzahl der Instrumente auf: Drums, Percussion, Kontrabass, Cello, Geige, Gitarren\u00a0und noch verschiedene Instrumente, die ich nicht auf Anhieb identifizieren konnten. Der Saal war voll besetzt und als fast p\u00fcnktlich das Licht ausging, jubelte ich mit allen anderen.<\/p>\n<p>&#8216;Songs sinn Dr\u00e4ume&#8217; machte den Anfang, stimmte ein auf diesen Abend der ruhigeren Lieder. &#8216;Ruut, wiess, blau..&#8217; schloss sich nahtlos an und wurde begeistert aufgenommen und &#8216;F\u00fcr &#8216;ne Moment&#8217; brachte auch f\u00fcr mich das Konzert richtig ins Rollen. auch nach so vielen Malen kann ich mich an diesem Lied niemals satth\u00f6ren. Erst danach erz\u00e4hlte Wolfgang und von dem langj\u00e4hrigen Plan eine &#8220;unplugged&#8221; Tour zu machen (die dann nicht so hei\u00dfen durfte, weil MTv an dem Wort die Rechte hat) und das aktuelle Album &#8211; wie er es formulierte &#8220;eine Danksagung an meinen Schutzengel&#8221;, bei dem nat\u00fcrlich viele Liebeslieder nicht fehlen durften. Von diesen bekamen wir dann auch einige geboten, dabei auch solche, die zumindest ich lange nicht mehr geh\u00f6rt hatte. Besonders \u00fcber &#8216;Paar Daach fr\u00f6her&#8217; habe ich mich sehr gefreut.<\/p>\n<p>Die erste H\u00e4lfte des Konzerts bestand f\u00fcr mich vor allem aus Liedern zum Zuh\u00f6ren, weil ich einerseits nicht textsicher war und die gew\u00e4hlten St\u00fccke zum anderen auch nicht gerade solche zum Mitgr\u00f6len waren. Ich fand&#8217;s sch\u00f6n, aber ein bisschen vermisste ich den Rock &#8216;n&#8217; Roll Kick, der mich sonst irgendwann bei jedem BAP Konzert erfasst. Ich hatte fast das Gef\u00fchl, neu lernen zu m\u00fcssen, dieser Band zuzuh\u00f6ren. Nach einer Weile gelang das dann auch und gefiel mir immer besser. Irgendwann wurde auch die Band vorgestellt und so erfuhr ich dann, dass der Mann an der Gitarre Ulrich Rode war (als Ersatz f\u00fcr Helmut, der aus famili\u00e4ren Gr\u00fcnden diesmal nicht dabei sein konnte)\u00a0&#8211; wie Wolfgang erkl\u00e4rte hatte Anne de Wolff eben nicht nur unterschiedliche Instrumente, sondern auch ihren Mann mitgebracht. Percussion spielte Rhani Krija, der schon ganz lange einmal mit\u00a0BAP hatte touren wollen.\u00a0Mit dem Dylan Cover &#8216;Alles, wat ich zo j\u00e4hn w\u00f6hr&#8217; ging es in die Pause, denn &#8220;Wenn es Sitzpl\u00e4tze gibt, muss man auch Pause machen&#8221;. Mir war&#8217;s recht, so hatte ich Gelegenheit, kurz alten Freunden und Bekannten hallo zu sagen. \ud83d\ude42<\/p>\n<p>Nach der Pause ging es f\u00fcr mein Gef\u00fchl rockiger weiter.\u00a0Vielleicht auch nur deswegen, weil mir die Texte bekannter waren. Jedenfalls war Mitsingen zu h\u00f6ren du es wurde auch mitgeklatscht.\u00a0es freut mich immer wieder, wenn mir bei Lieder, die ich jahrelang nicht geh\u00f6rt habe, doch noch die Texte einfallen. Dieser zweite Teil des Konzertes brachte f\u00fcr mich ein Wiedersehen mit den\u00a0alten Bekannten &#8216;Lena&#8217; und vor allem &#8216;Lisa&#8217;, das immer eins meiner Lieblingsst\u00fccke war, aber laut Wolfgang seit der &#8216;Ahl M\u00e4nner&#8217; &#8211; Tour nicht mehr gespielt wurde. So richtig \u00fcberrascht hat mich aber die Tatsache, dass &#8216;Neppes, Ihrefeld un Kreuzberg&#8217; ausgegraben wurde und sogar funktionierte. Manchmal lohnt es doch, ganz alte Lieder wieder abzustauben. \ud83d\ude42 Das letzte Lied vor der Zugabe war &#8216;Verdamp lang her&#8217; und\u00a0brachte richtig Schwung ins Publikum. Zum Aufstehen reichte es aber bei den meisten noch nicht. Wolfgang hatte eingangs schon richtig bemerkt, dass wir ihnen inzwischen die Sitzpl\u00e4tze wohl nicht mehr \u00fcbel nehmen. \ud83d\ude09<\/p>\n<p>Gerne lie\u00df sich die Band wieder heraustrommeln und bescherte au\u00dfer &#8216;Verjess Babylon&#8217; auch noch &#8220;Frauenname mit vier Buchstaben&#8221; (Rita, nicht Anna) mit &#8216;Do kanns zaubre&#8217;\u00a0noch das Liebeslied, bei dem viele traurig w\u00e4ren, w\u00fcrde es nicht gespielt. Es war zweifelsohne eine sehr sch\u00f6ne Version. Damit aber noch nicht genug, auch nach der zweiten Verabschiedung kamen BAP zur\u00fcck und legten noch drei Zugaben nach. Das atmosph\u00e4risch dichte &#8216;R\u00e4\u00e4ts un links vum Bahndammm&#8217;, &#8216;All die Aureblecke&#8217; und ganz zum Ende passenderweise &#8216;Sendeschluss&#8217;, eins der St\u00fccke von denen ich auch nie geglaubt h\u00e4tte, sie einmal live zu h\u00f6ren. Hatte ich im Verlauf des Abends noch \u00fcberlegt, ob es jetzt so ist, dass mich BAP nicht mehr ber\u00fchren, so wurde ich nun eines Besseren belehrt. gerade die beiden letzten Songs r\u00fchrten mich zu Tr\u00e4nen, aus unterschiedlichen Gr\u00fcnden, aber auf sehr pers\u00f6nlicher Ebene &#8211; ich kenne sie, diese Augenblicke, die mir keiner jemals wird nehmen k\u00f6nne und sehr viele von ihnen sind irgendwie mit Musik verkn\u00fcpft, nat\u00fcrlich auch mit der Musik von BAP. So konnte ich dann nach Abschluss des Konzerts mit immer noch feuchten Augen und einem gl\u00fccklichen L\u00e4cheln auf dem Gesicht gen Heimat fahren und mich auf das n\u00e4chste Mal freuen. \ud83d\ude42<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Setlist:<\/span><\/p>\n<p>Songs sinn Dr\u00e4ume<br \/>\nRuut, wiess, blau querjestriefte Frau<br \/>\nF\u00fcr &#8216;ne Moment<br \/>\nZosamme alt<br \/>\nN\u00f6her zo mit<br \/>\nPaar Daach fr\u00f6her<br \/>\nMagdalena (weil Maria hatt ich schon)<br \/>\nNovembermorje<br \/>\nFrankie un er<br \/>\nIch w\u00fcnsch mir<br \/>\nWor\u00f6m dunn ich mir dat eijentlich ahn?<br \/>\nAlles, wat ich zo j\u00e4hn w\u00f6hr<\/p>\n<p>Et Levve ess en Autobahn<br \/>\nMorje fr\u00f6h doheim<br \/>\nLisa<br \/>\nNoh Gulu<br \/>\nJupp<br \/>\nNeppes, Ihrefeld un Kreuzberg<br \/>\nPr\u00e4destiniert<br \/>\nLena<br \/>\nVerdamp lang her<\/p>\n<p>Verjess Babylon<br \/>\nRita, mit zwei<br \/>\nDo kanns zaubre<\/p>\n<p>R\u00e4\u00e4ts un links vum Bahndammm<br \/>\nAll die Aureblecke<br \/>\nSendeschluss<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BAP &#8211; Lichtburg, Essen; 18. 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