Drei Wünsch frei

BAP – Rosenhof, Osnabrück; 19. Mai 2011

In einer ohnehin verrückten Konzertwoche standen nun BAP auf dem Programm. Da dieses Konzert lange vor allen anderen im Mai geplant worden war, wollte ich darauf natürlich nicht verzichten und so machte ich mich an einem Donnerstag, an dem ich morgens erst aus Aschaffenburg zurückgekehrt war, wieder auf in Richtung Bahnhof und fuhr nach Osnabrück.

Den Rosenhof hatte ich aus meiner Studienzeit noch als Kino in guter Erinnerung und freute mich auf ein Wiedersehen. Noch mehr als auf die Location freute ich mich allerdings auf die bekannten Gesichter meiner “Tourfamilie”, die ich in den letzten Jahren doch viel zu selten gesehen hatte. Natürlich waren sie alle schon da als ich eintraf und so wurde die Zeit auch nicht lang.

Der Einlass verlief gut, ein Platz in der ersten Reihe war kein Problem – es konnte losgehen. Den Anfang machte Wolfgang solo mit ‘Für ne Moment’, ein Song den ich eher am Anfang der Zugaben erwartet hatte. Was nicht heißen soll, dass ich mich nicht darüber freute. Es ist nach wie vor einer meiner Favoriten. 🙂 Zu ‘Verdamp lang her’ kam dann der Rest der Band auf die Bühne und es wurde affjerockt.

Warm-up Konzerte wie dieses haben den besonderen Charme, dass man eine neue Setlist kennen lernt und eben noch nicht alles perfekt eingespielt ist, sondern die Band noch ausprobiert, ob, wie und in welcher Reihenfolge die Songs funktionieren. So kommt es dann auch immer mal zu Überraschungen und Songs an ungewohnter Stelle. Mit ‘Et Levve Ess En Autobahn’ kam dann auch das erste Stück des aktuellen Albums und ich stellte mal wieder fest, dass ich nicht textsicher bin. Für den Refrain reichte es aber und bei ‘Musik, die nit stührt’ konnte ich dann wieder mitsingen. So ging es dann weiter, im gewohnt guten Wechsel von neuen Songs und Klassikern, bekannten, oft praktizierten Gesten und Mitsingteilen, wie das Schaals einsammeln bei ‘Aff un zo’ und noch ungewohntem Live Sound.

Manches war von der letzten Tour übrig geblieben, anders endlich mal auf die Reservebank geschoben und auch ein paar ältere Songs wieder entstaubt worden. Ich freue mich besonders darüber, ‘Drei Wünsch frei’ mal wieder zu hören. Das letzte Mal war – zumindest gefühlt – einige Jahre her und ich habe den Song immer gemocht. Auch ‘Shoeshine’ machte sich gut in der Setlist. Vom aktuellen Album gefielen mir ‘Keien Droppe mieh’ und ‘Enn Dreidüüvelsname’ besonders gut.

Alles in allem war die Stimmung prima, Band und Fans hatten viel Spaß und der Abend war lang aber bestimmt nicht langweilig. Anschließend saßen wir noch gemütlich an der Bar vom Rosenhof bei kalten Getränken und netten Gesprächen. Wir waren uns einig: Et woor schöön! Ich war jedenfalls froh, mich auf den Weg gemacht zu haben.

Setlist

Für ne Moment
Verdamp lang her
Et Levve ess en Autobahn
Musik, die nit stührt
Halv su wild
Aff un zo
Nix  wie bessher
Verjess Babylon
Morje fröh daheim
Noh Gulu
Chlodwigplatz
Shoeshine
Rita, mir zwei
Wat für e Booch
Diego Paz
Keine Droppe mieh
Karl Heinz
Wachsalon

Zugabe
Drei Wünsch frei
Alexandra, nit nur do
Kristallnaach
Do kanns zaubre
Enn dreidüüvelsname
Wöröm dunn ich mir dat eijentlih ahn?
Jraaduss
Noh all dänne Johre
Helfe kann dir keener
Songs sinn Dräume

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